Schlachtruf

Bürgerschützengilde St. Stephanus Bork e.V.

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Präsentation des "GildeBuch" – 200 Jahre Vereinsgeschichte der BSG St. Stephanus Bork

Schützengilde Bork - Aktuelles

Präsentation des "GildeBuch" – 200 Jahre Vereinsgeschichte der BSG St. Stephanus Bork

Präsentation des "GildeBuch" – 200 Jahre Vereinsgeschichte der BSG St. Stephanus Bork

 Präsentation des

Die krönende Veranstaltung im Jubiläumsjahr zum 200-jährigen Bestehen der Bürgerschützengilde St. Stephanus Bork fand am 14. Dezember 2025 in der Gaststätte Dörlemann statt. Anlass war die feierliche Präsentation der gebundenen Vereinschronik, die auf eindrucksvolle Weise zwei Jahrhunderte Schützengeschichte dokumentiert.

Gregor Franzen, stellvertretend für den Heimatverein Bork, sowie der Vorsitzende der BSG St. Stephanus Bork, Marc Kusber, begrüßten rund 120 erschienene Gäste und Förderer dieses außergewöhnlichen Buchprojekts. Besonders willkommen geheißen wurden Landrat Mario Löhr, Bürgermeister Heinz-Georg Mors sowie der ehemalige Bürgermeister Thomas Orlowski. Ebenso begrüßte Kusber die Vertreter der Volksbank Selm-Bork, der Sparda-Bank West und der Sparkasse an der Lippe.

In seiner Ansprache bedankte sich Marc Kusber herzlich beim Ehrenvorsitzenden Heinz-Willi Quante für dessen über 20-jährige, federführende Arbeit an der Vereinschronik und übergab ihm anschließend das Wort.

Heinz-Willi Quante ließ die Gäste an der Entstehungsgeschichte des "GildeBuchs" teilhaben. Die Idee zur Chronik entstand im Jahr 2005, als Ralf Scheaper Geschäftsführer der Gilde wurde. Zahlreiche Ordner mit Niederschriften, Fotos und Protokollen kamen zum Vorschein, ebenso braune Umschläge mit chronologisch sortierten Presseberichten. Bereits zum 175-jährigen Jubiläum im Jahr 2000 hatte Schützenbruder Wilhelm Ollertz die Vereinsjahre schriftlich festgehalten. Ein weiterer Anstoß für Quante, die Geschichte der Gilde umfassend in Buchform zu dokumentieren. Unterstützt wurde er dabei von vielen Zeitzeugen, darunter Hans Blum sowie den inzwischen verstorbenen Ehrenvorsitzenden Wilhelm Kortenbusch und Heinrich Bauhaus. Zahlreiche Mitglieder stellten alte Fotografien, teils bis zurück ins Jahr 1938, zur Verfügung, die von Quante digitalisiert wurden. Im Jahr 2022 kam es zur Zusammenarbeit mit dem Autorenteam Dirk Husemann und Jutta Wieloch, die bereits das „Bork-Buch“ begleitet hatten und sofort von der Idee begeistert waren. Gemeinsam mit Fredy Niklowitz vom Heimatverein Bork wurde der inhaltliche und gestalterische Rahmen des Buches festgelegt.

Die veranschlagten Kosten stellten zunächst eine Herausforderung dar, doch schnell fanden sich Sponsoren, die etwa die Hälfte der Summe übernahmen. Damit konnte das ambitionierte Projekt starten. Eine Projektgruppe bestehend aus Heinz-Willi Quante, Daniel Blank, Ulrich Sommer, Achim Langhammer, Ralf Schaeper, Wilhelm Kortenbusch und Christian Köppeler arbeitete eng mit dem Lektorenteam Dirk Husemann und Jutta Wieloch zusammen. Quante dankte allen Sponsoren, insbesondere den zahlreichen selbstständigen Mitgliedern sowie vielen Schützenbrüdern, die das Projekt großzügig unterstützten. Zum Abschluss seiner Rede zitierte Quante Johann Wolfgang von Goethe:

„So eine Arbeit wird eigentlich nie fertig. Man muss sie für fertig erklären, wenn man nach Zeit und Umständen das Möglichste getan hat.“

Anschließend blickte Autor Dirk Husemann auf die dreijährige Zusammenarbeit zurück. Er beschrieb Heinz-Willi Quante als einen „Schatzsucher“, der immer wieder auf wahre Goldstücke in Form von Bildern, Berichten und neuen Erkenntnissen gestoßen sei. Diese seien kontinuierlich in die Chronik eingearbeitet worden. Besonders hob Husemann hervor, dass sich die Schützengilde bewusst für das Medium Buch entschieden habe.Trotz aller digitalen Möglichkeiten sei das Buch ein Medium der Zukunft. Es könne nicht gelöscht werden und werde bleiben, auch wenn wir selbst eines Tages nicht mehr da seien. Zwar sei ein Autor normalerweise erleichtert, wenn ein solches Projekt abgeschlossen ist, doch in diesem Fall sei das Team jederzeit offen für einen möglichen zweiten Teil. 

Christian Köppeler sprach anschließend als Mitglied des Projektteams über die Bedeutung von Gemeinschaft, ohne die ein solches Mammutprojekt nicht zu realisieren gewesen wäre. Das Buch spiegele eindrucksvoll die Heimatverbundenheit, den Zusammenhalt und das soziale Engagement der Schützengilde wider. Es zeige, wie sich der Verein über Generationen hinweg immer wieder verändert und angepasst habe, mit Jung und Alt. Die Chronik sei voller Geschichten, die man sich heute kaum noch ausdenken könne, und damit ein echtes „Must-have“ für alle Generationen sowie ein würdiger Abschluss des Jubiläumsjahres. 

Zum Höhepunkt des Vormittages präsentierte Quante stolz das „GildeBuch“, das anschließend an alle Sponsoren überreicht wurde. Elke Krause vom Heimatverein Bork erhielt zum Dank für ihre Mithilfe bei der Organisation und Dokumentation der Spenden das erste Exemplar überreicht.

In geselliger Runde wurden bereits die ersten Seiten durchgeblättert und Erinnerungen ausgetauscht.

Das "GildeBuch" ist ab dem 15. Dezember 2025 in der Stephanus-Apotheke sowie in der Bäckerei Langhammer erhältlich. Bei manchem wird es sicherlich einen besonderen Platz unter dem Weihnachtsbaum finden. 

 

Eintrag vom: 14.12.2025